FC Oberstdorf 1921 e.V.

BEWEGUNG BEIM FCO

Sportlich steht beim südlichsten Fußballclub Deutschlands alles still, infrastrukturell geht’s voran

Der Spiel- und Trainingsbetrieb beim FC Oberstdorf ruht aufgrund der Corona-Maßnahmen seit mittlerweile wieder 6 Monaten, an anderer Stelle kommt Bewegung in den Verein. Den Startschuss hierzu gaben die Abbrucharbeiten des Kioskes im Oybelestadion. Dieser musste weichen, weil in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde und den Sportstätten Oberstdorf ein Neubau realisiert wird. Östlich und westlich des bisherigen Kabinentraktes mit Vereinsheim entstehen Arbeitsräume für die Sportstätten, ein neuer Verkaufskiosk für den Verein sowie ein neuer Gebäudetrakt mit sanitären Anlagen und Umkleidekabinen. Der Neubau war ursprünglich schon 2020 vorgesehen, konnte aber aufgrund der verhängten Haushaltssperre im letzten Jahr nicht umgesetzt werden. Umso glücklicher ist Erster Vorsitzender Hansjörg Donderer, dass es jetzt endlich losgeht: „Der Neubau war längst überfällig. Wir mussten bezüglich Infrastruktur im Oybele dringend nachbessern. Die aktuelle Situation war hinsichtlich Umkleiden und Sanitärräumen nicht mehr tragbar. Wir sind der Gemeinde Oberstdorf und den Sportstätten dankbar, dass das Projekt endlich Gestalt annimmt. So können wir künftig allen Zuschauern, Gastmannschaften und Schiedsrichtern angemessene Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.“ Der Neubau wird also just im 100-jährigen Jubiläumsjahr fertiggestellt.

Positive Nachrichten gibt es auch an anderer Stelle. Nachdem wie erwähnt seit 6 Monaten kein Spiel- und Trainingsbetrieb stattfinden kann, hat sich der FCO dazu entschlossen, das „Allgäu Outlet“-Fußballcamp für Kinder und Jugendliche auch in diesem Jahr anzubieten. Nach der überaus gelungenen Premiere im vergangenen Jahr und dem vielfachen Wunsch nach Wiederholung will der FCO den Kindern aus der Region einen Lichtblick bieten. Und so dem allgemeinen Mitgliederschwund unter Kindern und Jugendlichen im Breitensport die Stirn bieten. Als hauptverantwortlicher Cheftrainer und Campleiter konnte sofort wieder Andreas Maier überzeugt werden. „Was unserem Nachwuchs zugemutet wird, ist ein Unding. Dies wird gesundheitlich, sportlich als auch gesellschaftlich große Probleme mit sich bringen. Die Kinder müssen sich bewegen, brauchen soziale Kontakte. Seit Ausbruch der Pandemie ist es der Jugend insgesamt 9 Monate lang verboten worden, Sport in der Gruppe zu treiben. Für mich war es daher überhaupt keine Frage, dieses Fußballcamp wieder zu begleiten“, so Maier. Der Ansporn für den FCO ist es, die Kinder wieder zurück zu diesem wunderbaren Sport zu holen. Der Verein freut sich wahnsinnig, dass Marc Wenz als Geschäftsführer des Allgäu-Outlet, in einer sicher katastrophalen Zeit für den Einzelhandel, seine weitere Unterstützung als Hauptsponsor und Namensgeber zugesagt hat und so überhaupt die Grundvoraussetzung für die Veranstaltung geschaffen hat. Im Jubiläumsjahr wird es heuer 3 Camps anstatt nur zwei wie im letzten Jahr geben. Die Termine sind vom 03.-05., 17.-19. und 24.-26. August. Alle Infos sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt’s unter www.fc-oberstdorf.de/jugendcamp.

Sportlich gibt’s Neuigkeiten vom Verband. Dieser hat in einer Videokonferenz einen Vier-Punkte-Plan für den Umgang mit der weiter wegen der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden staatlichen Verfügungslagen unterbrochenen Spielzeit 2019/21 im Herren-Bereich, die ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 beendet werden sollte, verabschiedet:

  1. Sollte ab dem 19. April 2021 kein flächendeckender Trainingsbetrieb mit Kontakt in Bayern möglich sein, ist die Durchführung des Ligapokal-Wettbewerbs nicht mehr möglich.
  2. Um noch möglichst viele oder alle der ausstehenden Spiele der Punkt-Runden zu Ende zu bringen, braucht es einen nahezu uneingeschränkten Trainingsbetrieb ab spätestens 3. Mai 2021. Sollte dies nicht der Fall sein, muss über einen Abbruch der Verbandsspielrunden entschieden werden. Für den Fall des Abbruchs einer Saison sehen die Bestimmungen der Spielordnung (§ 93 SpO) eine Wertung für Auf- und Abstieg nach der Quotienten-Regelung unter Wegfall der Relegationsspiele vor.
  3. Der Verbandsvorstand hält einen Spielbetrieb unter der Voraussetzung, dass jeweils ein negativer Corona-Test vorzuweisen ist, in der Fläche für nicht durchführbar und unter den aktuellen staatlichen Rahmenbedingungen nicht realisierbar.
  4. Der Toto-Pokal-Wettbewerb soll im Austragungsmodus noch nicht verändert werden.

Aktuell wäre der FC Oberstdorf im Falle eines Saisonabbruchs nach der Quotienten-Regelung der Aufsteiger in die Bezirksliga Süd. „Wenn das so sein sollte, ist es sicher erfreulich. Wir würden uns aber eine Entscheidung auf dem Rasen wünschen und nicht am grünen Tisch. Egal auf welchem Wege, eine Rückkehr des FCO in die Bezirksliga nach fast 50 Jahren wäre eine unglaubliche Leistung des gesamten Vereins und der verdiente Lohn für unsere engagierte Arbeit in den letzten Jahren.“, so Hansjörg Donderer.

Trotz Zwangspause auf dem Spielfeld wird im Hintergrund schon eifrig am Kader für die nächste Saison gebastelt. Seine Karriere beenden wird ein Stammspieler aus der Meistersaison 2018/2019, Thorben Claasen. Claasen stand in der laufenden Saison aufgrund beruflicher und familiärer Verpflichtungen nicht mehr dauerhaft zur Verfügung und wird die Stiefel an den berüchtigten Nagel hängen. Einen weiteren schmerzhaften Abgang wird es in Franjo Idzanovic geben. Idzanovic kam zur Saison 2018/2019 vom FC Immenstadt nach Oberstdorf und konnte sich schnell zum Stammspieler entwickeln. Er trug insgesamt 40-mal das Trikot des FCO und muss sich nun wegen eines Pflegefalls in der Familie zurück in sein Heimatland nach Kroatien verabschieden. Erfreulich dagegen ist die Rückkehr von Christoph Sedlmeier, der beruflich die vergangenen sieben Monate im Ausland stationiert war. Er steht dem Team um Trainer Maier damit ab sofort wieder voll zur Verfügung. Alle anderen Spieler aus dem aktuellen Kader der ersten und zweiten Mannschaft haben ligenunabhängig für eine weitere Spielzeit im Oybele zugesagt. „Zu Neuzugängen können wir die nächsten Wochen aktuelle Auskünfte geben. Auch hier sind wir nicht untätig, da wir in der Tiefe des Kaders schon etwas machen müssen und auch werden.“, so der 2. Vorsitzende und Spielleiter Michael Kollenda.

Und auch das bewährte Trainerteam bleibt beisammen. Nachdem Spielertrainer Maier frühzeitig schon letztes Jahr bis Juni 2022 verlängert hat, bleibt dem FCO auch der Trainer der zweiten Mannschaft, Christian Konrad, für mindestens ein weiteres Jahr erhalten. Er hat dem Verein letzte Woche seine Zusage gegeben. Der neue Torwarttrainer Bernd Segger wurde ohnehin bis zum Ende der Saison 2022 verpflichtet. Physiotherapeut Michael Otto betreut die Mannschaften weiterhin medizinisch, Fitnesstrainer Mario Schöllhorn und auch Teammanager Hendrik Buth bleiben an Bord. Somit ist beim FCO Kontinuität angesagt. „Wir sind froh, mit dem bekannten Trainer- und Betreuerteam in die neue Saison gehen zu können. Alle leisten hervorragende Arbeit und wir sind stolz auf diese Gruppe.“, erfreut sich Kollenda.

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